3 Hot Takes aus diesem Beitrag:
- Ausrüstung ist ein fließender Prozess: Deine PCT Packliste entwickelt sich mit Erfahrung, wechselnden Bedingungen und persönlichen Vorlieben. Es gibt nicht die eine perfekte Ausrüstung – sie wächst und verändert sich mit dir.
- Leichtigkeit bringt Freiheit und Sicherheit: Weniger Gewicht bedeutet weniger Belastung, mehr Flexibilität, geringeres Verletzungsrisiko und die Möglichkeit, besser auf Situationen zu reagieren (z. B. schneller aus einem Gewitter herauszukommen).
- Logistik ist Teil einer Fernwanderung: Clevere Planung – etwa durch das Verschicken von kalten und warmen Setups an Trail Angels – spart unterwegs ein bis zwei Kilogramm und erhöht Komfort und Effizienz auf langen Trails.
- Einleitung – Ausrüstung im Fluss
- Meine persönliche Packliste
- Mein Setup für die Wüste und die Sierra Nevada auf dem PCT 2025 im Überblick
- Ausrüstung und Erfahrungen
- Rucksack 901 g
- Zelt 754 g
- Schlafen 1.327 g
- Kleidung 1.068 g
- Packsack Sea to Summit Ultra-Sil Drysack 4l 28 g
- Daunenjacke Mountain Hardwear Ghost Whisperer UL Hoody 185 g
- Regenjacke Berghaus MTN Guide Hyper LT 146 g
- Kopfnetz YLX Moskito Kopfnetz Mesh 16 g
- Windhose gramxpert Wind pants 10d ripstop 34 g
- Handtuch Cocoon Ultralight size s microfiber towel 39 g
- Fleece Aldi 210 g
- Schlafhose Icebreaker Merino 175 Everyday Thermo-Leggings Herren 133 g
- Schlafshirt Patagonia Men’s Capilene® Cool Trail Shirt 123 g
- Schlafmaske Lufthansa 4 g
- Extra-Socken Falke Ru4 39 g
- Handschuhe North Face Etip 46 g
- Wasserdichte Handschuhe OR Helium Rain Mitts 21 g
- Massageball Amazon plastik nicht kork 14 g
- Mütze Arcteryx Rho Leichte Wollmütze 30 g
- Essen & Trinken 471 g
- Wasser-Filter Katadyn BeFree 35 g
- Squeeze-Bag Katadyn BeFree 0,6 l Bag 24 g
- Wasserbag 3l 42 mm vecto cnoc 96 g
- Topf Toaks, Titanium Light 650ml pot 60 g
- Topfhülle Toaks 650 12 g
- Topfdeckel Stück Alufolie 1 g
- Kocher MSR Pocket Rocket 2 74 g
- Feuerzeug BIC Mini 12 g
- Löffel Sea to Summit long handled titanium spoon 11 g
- Taschenmesser Victorinox Classic SD 20 g
- 1 l Plastikflaschen 2 Stk. = 90 g
- Foodbag LiteAF Flat Bottom Bear Bag Dyneema 36 g
- Elektronik & Diverse 974 g
- Packsack Sea to Summit Ultra-Sil Drysack 2l 22 g
- Portmoinee Zipbag mit 4 Karten von outoorline.sk 23 g
- Kopfhörer Apple Airpods 3. Generation 45 g
- Stirnlampe Nitecore NU25 34 g
- mini USB Kabel beats 7 gLightning-Kabel apple 21 gUSB-C- Kabel fuji 43 gNetzteil Anker IQ3 27W 72 gUS Adapter 11 g
- Powerbank Nitecore NB10000 Gen II 152 g
- Smartphonehülle 10 g geschätzt, kaputt gegangenSmartphone Apple iPhone 13 184 g
- mikrophone ulanzi 77 g
- Reisepass & Permits im ziplog 66 g
- Repair Kits Isomatte thermarest 11 g
- Stativ JOBY GorillaPod® Mobile Mini 38 g
- Drohne hover air x one mit ziplog 137 g
- Hygiene 260 g
- Eispickel C.A.M.P. Corsa – Eispickel 60 cm mit Band 311 g
- Grödel kahtoola Microspikes mit sack gr. L 383 g
- Bearcanister BearVault BV500-Journey 11,5 l 1134 g (nicht nachgewogen)
- Satellitengerät garmin inreach mini 2 mit Karabiner 112 g
- Pack Liner Heavy Duty Contractor Bag (->schwerer dicker Müllsack) 114 g
- Am Körper
- Meine Lieblingsgear – 3 Dinge, die sich am meisten bewährt haben
- Tipps für deine eigene PCT-Packliste
- Bonus: Video
- Fernwander-Tipps, Packlisten & Trail-Insights
Einleitung – Ausrüstung im Fluss
172 Tage, 4.265 Kilometer, unzählige Erlebnisse – 2025 sind meine Freundin und ich gemeinsam den Pacific Crest Trail gewandert. Von der südkalifornischen Wüste bis zu den wilden Wäldern Washingtons hat uns der Trail alles abverlangt – und gleichzeitig unsere Ausrüstung stark auf die Probe gestellt.
Zuvor bin ich bereits zusammengenommen ca. 2.000 km auf verschiedenen Trails in Europa gewandert. Darunter waren Wanderwege wie Rheinsteig, Eifelsteig, Tour du Mont Blanc, GR 221 auf Mallorca, GR 131 und GR 132 auf den Kanaren und der Traumpfad München-Venedig. Daher habe ich nun meine Ausrüstung über 5 Jahre und 6.000 km Wandern und Zelten angepasst.
Gestartet bin ich während der Corona-Pandemie, nicht mit ultraleichter High-Tech-Gear, sondern mit einem geliehenen Armeerucksack, Timberland-Stiefeln und Konservendosen – irgendwo zwischen Eifel und Bergischem Land. Erst mit jedem Kilometer und jeder Nacht im Zelt hat sich mein Setup weiterentwickelt. Heute – 5 Jahre und 6.000 Wanderkilometer später – sieht meine Ausrüstung völlig anders aus.
PCT Packliste – Inhalt
Weil der PCT so unterschiedliche klimatische Bedingungen hat – von brütender Hitze zu eisigen Pässen – und sich meine Ausrüstung während der Wanderung verändert hat, habe ich zwei verschiedene Packlisten erstellt. Eine für den Abschnitt der Wüste und der Sierra Nevada und eine für Nordkalifornien, Oregon und Washington. In diesem Beitrag stelle ich Dir meine Ausrüstung für die Wüste und die Sierra Nevada vor: Was ich eingepackt habe, warum ich mich dafür entschieden habe und wie sich die Teile bewährt haben. Zudem gebe ich dir Tipps, die ich gerne im Vorfeld auch schon bekommen hätte und die mir sehr geholfen hätten. Zu guter Letzt werde ich in diesem Blogpost noch meine Empfehlungen geben, wie Du Deine Ausrüstung für einen PCT-Thru-Hike aufstellen solltest und wie du die Logistik dazu lösen kannst.
Meine Packliste für den zweiten Teil werde ich Euch in meinem nächsten Blogpost vorstellen. Ich habe auf dem Weg auch noch einige weitere Ideen gesammelt, wie ich meine Ausrüstung für kommende Wanderungen weiter anpassen möchte und würde dazu in den kommenden Monaten auch noch einen Blogpost machen.
Warum Ausrüstung entscheidend ist – die winzige Erweiterung deines Körpers die dich fliegen lässt
Jede/r Wandernde hat unterschiedliche Ziele, Vorstellungen und Wünsche für seine Wanderung. Daher gilt: Hike your own hike. Deine Ziele, Wünsche und Vorstellungen für deine Wanderung können ganz anders aussehen als meine und dann sieht auch deine Packliste dementsprechend anders aus. Es gibt nicht die eine perfekte Packliste für alle. Es gibt noch nicht einmal die eine perfekte Packliste für eine Person für ihre/seine komplette Wanderkarriere. Die Packliste wird sich im Laufe der Zeit entlang mit sich ändernder Erfahrung, Fähigkeiten und Wünschen auch verändern. Genauso wie es nicht die perfekte Packliste gibt, gibt es auch nicht den perfekten Rucksack, Zelt oder Schlafsack. Die gesamte Ausrüstung sollte meiner Meinung nach als System betrachtet werden, bei dem alle Teile zueinander in Relation stehen und dann auch nur als System Sinn ergeben.
Meine persönliche Packliste
Ich persönlich möchte gerne die Natur und meine Zeit in der Natur bestmöglich genießen können. Dazu gehört für mich zunächst einmal, dass ich vor der Witterung geschützt bin, also dass mir warm genug ist und, dass ich im trockenen schlafen kann, tagsüber möchte ich mich bequem bewegen können. Das alles soll so zusammenspielen, dass ich theoretisch unendlich lang – oder zumindest 6 Tage, weil ich nicht mehr Essen tragen möchte 🙂 – am Stück in der Natur sein könnte. Ausrüstung ist in meinen Augen sehr wichtig. Sie ermöglicht es mir so zu wandern, wie ich es möchte. Vor 40 Jahren war die Ausrüstung noch längst nicht auf dem heutigen Stand und das Wandern war daher auch so in der Form von heute nicht möglich. Es bleibt spannend zu beobachten, wo die Reise für die Ausrüstungshersteller und damit auch für uns Wandernde hingeht.
PCT Packliste – Ultraleicht?
John Zahorian – Triple Crown Hiker: What does ultralight mean to you?
Pepperflake: „Freedom. It’s that tiny extension of your Body – it’s like wings – that let’s you go anywhere.“
Ich habe für mich festgestellt: Je leichter meine Ausrüstung ist, desto mehr Spaß habe ich. Es fühlt sich alles leichter an, weil ich von der Ausrüstung weniger nach unten gezogen werde. Anstiege sind deutlich leichter zu bewältigen, die Belastung auf den Körper wird geringer und damit auch die Verletzungsgefahr.
Durch das leichtere Gewicht werde ich zudem in meiner Planung flexibler. Ich muss nicht jeden Tag soviel Kilometer wie möglich gehen, aber es ist schön die Möglichkeit zu haben mehr Distanz zu schaffen, wenn man z.B. gerne früher an einem bestimmten Punkt ankommen möchte. Eine leichtere Ausrüstung erhöht meines Erachtens auch die Sicherheit, da man bspw. schneller aus einem Gewitter herauskommen kann und durch die geringere Belastung man seinen körperlichen Grenzen nicht so nah kommt und dadurch bessere Entscheidungen treffen kann – angenommen man geht die gleiche Distanz wie man das mit einem schwereren Rucksack tun würde.
Je leichter die Ausrüstung desto flexibler bin ich und desto mehr Spaß habe ich auch. Zusätzlich entspannt mich ein gewisser Minimalismus. Je weniger Dinge ich dabei habe, desto weniger Dinge muss ich jeden Tag aus- und wieder einpacken und muss mir auch weniger Gedanken darüber machen, ob ich etwas verliere. Am Ende bleibt mehr Platz für das Wesentliche: die Natur und das Erleben. Insgesamt erreiche ich so ein stärkeres Gefühl Eins mit der Natur zu werden.
Mein Setup für die Wüste und die Sierra Nevada auf dem PCT 2025 im Überblick
Hinweis: Ich habe alle Teile die ihr hier seht mit einer digitalen Küchenwaage nachgewogen. Zuvor habe ich alle Etikette aus den Gegenständen herausgeschnitten, sofern sie welche hatten. Es fällt auf, dass das Gewicht zum Teil erheblich von den Herstellerangaben abweicht.
Disclaimer: Ich habe mir jedes Teil in meiner Packliste selbst gekauft. Ich habe keine Partnerschaft mit irgendeinem Hersteller und habe daher keinen Grund ein Produkt besser oder schlechter zu bewerten außer auf Grundlage meiner persönlichen Erfahrung mit dem Produkt beim Einsatz auf einem Wanderweg.
| Rucksack | 901 g |
| Zelt | 754 g |
| Schlafen | 1.327 g |
| Kleidung | 1.068 g |
| Essen & Trinken | 471 g |
| Elektronik & Diverse | 974 g |
| Hygiene | 260 g |
| Summe Baseweight | 5.745 g |
| Sierra Nevada Zusatzausrüstung | 2.054 g |
| Sierra Nevada Baseweight | 7.799 g |
| Am Körper | 386 g |
Ausrüstung und Erfahrungen
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Rucksack 901 g
Gossamer Gear Mariposa 901 g
Mein Gossamer Gear Mariposa hat nun über 6.000 km und 5 Jahre des Wanderns hinter sich. Für mein Gesamt-Setup in der Wüste und in der Sierra Nevada war der Rucksack gut und für alle mit einem Baseweight zwischen 5 kg und 10 kg eine sehr gute Option. Man braucht für den genannten Baseweight-Bereich in meinen Augen etwas mit einem Rahmen und auch ein gewisses Volumen. All das bietet der Rucksack.
In den Sierras bin ich auf dem Schnee an einem Abhang ausgerutscht und auf meinem Hinterteil gelandet. Die Schnalle des Hüftgurtes am Rucksack war bereits angeknackst und ist dann endgültig zersprungen. Im nächsten Ort (Bishop) habe ich durch Zufall jemanden getroffen, der Rucksäcke selber herstellt und der konnte mir eine Schnalle geben, die passte. Die Schnalle vom Brustgurt ist auch schon halb kaputt und die kann ich leider nicht reparieren ohne den Brustgurt aufzuschneiden und dann wieder zu nähen.
Zelt 754 g
Gossamer Gear The Two 690 g
Leider ist ein Reißverschluss kaputt gegangen und irgendwann sind auch einzelne Leinen gerissen. Für 2 Personen hat es ein vertretbares Gewicht. Für eine Person alleine ist das Zelt unnötig schwer aber dafür sehr geräumig. Wie bei allen Single-Wall-Tents hat man relativ schnell Probleme mit der Kondensation.
Hülle für Heringe Gossamer Gear 4 g
Heringe MSR Mini Groundhog 6 Stk. a 10 g = 60 g
Ich habe unsere Heringe samt Hülle leider nach ca. 2 Wochen komplett verloren und musste 6 neue Heringe kaufen. MSR Groundhog Mini benutze ich sehr gerne. Wie mit allen ultraleichten Dingen, muss man darauf achten sie nicht kaputt zu machen / zu verbiegen. Das passiert schonmal, insbesondere wenn der Boden hart ist und man keinen Stein zur Hand hat und versucht die Erdnägel mit dem Fuß in den Boden zu rammen.
Schlafen 1.327 g
Kissen Sea to Summit Aeros Ultralight 61 g
Ich mag das Kissen. Irgendwann hatte ich leider ein Loch drin. Danach habe ich das kaputte Kissen in unsere Bounce Box getan und meinen Kleidersack als Kissen benutzt. Das ging auch – wenn auch nicht genauso bequem – und hat mir 61 gramm gespart.
Quilt Thermarest Vesper 20 F 639 g
Das Quilt hält noch warm aber leider habe ich ein Loch reingetreten, sodass es einiges an Federn verloren hat. Ich bin ein Fan von diesem Teil, und generell von Quilts wegen der Gewichtsersparnis und, weil ich die Unterseite vom Schlafsack überhaupt nicht vermisse. Man sollte aber unbedingt die mitgelieferten Gummischnüre dabeihaben, die das Quilt an der Isomatte befestigen, weil sonst nicht genug Isolation geschaffen wird und die angegebenen 20 Grad Fahrenheit bzw. -6,6 Grad Celsius Limitbewertung nicht gewährleistet werden!
Isomatte Therm-a-Rest NEOAIR XLITE NXT 391 g
Einmal ist mir in den Sierras das Ventil kaputt gegangen und die Matte hat sich in der Nacht ganz langsam entleert, sodass ich nachts immer einmal neu aufblasen musste (im Schnee :)). Die Matte wurde mir im Anschluss an die Sierras recht unkompliziert durch Cascade Designs ersetzt. Es bleibt die ständige Angst, dass man ein Loch bekommt, welches man nicht flicken kann, und dann trotz Reparaturversuche mit dem mitgelieferten Reparaturset auf dem Boden schläft. Es ist sehr selten, dass Hiker einen Thru-Hike mit ein und der gleichen Matte schaffen. Abgesehen davon, schafft die Neoair ein sehr sehr gutes Verhältnis von Isolation und Gewicht. Ich habe vorher Sea-to-Summit Ultralight Insulated R benutzt und hatte mit der alten Matte Rückenschmerzen und mit der Neo-Air nicht mehr. Ich halte die Neo-Air für eine sehr gute Option. Meine Freundin hatte mit der gleichen Matte leider Hüftschmerzen. Das konnten wir durch das Unterlegen eines Stücks Schaumstoffs von Wal-Mart etwas lindern aber auch nicht beseitigen.
Um Gewicht zu sparen sind wir ohne die Pumpsäcke auf den PCT gestartet, das war ein Fehler! Als meine neue Ersatzmatte kam, habe ich den Pumpsack mit auf den Trail genommen und war froh darüber nicht mehr die Isomatte jeden Abend mit dem Mund aufpusten zu müssen. Ich habe den Pumpsack fortan auch als Kleidersack verwendet und konnte mir dadurch einen Dry-Bag sparen.
Notfalldecke 62 g
Ist in meinen Augen bei dem Setup unnötig. Habe ich irgendwann in unsere Bouncebox getan. Kann man weglassen.
Footprint Tatonka Zeltunterlage Floorsheet Tyvek 120 x 220 115 g
Man braucht keine Zeltunterlage um Wandern zu gehen. Wenn es aber vielleicht dann doch dafür sorgt, dass man ein Loch weniger in ihr/sein 600€-Zelt bekommt, dann hat man sie doch lieber dabei. Die meisten Hiker mit denen ich gezeltet habe, hatten ein „Footprint“ dabei. Geht aber vielleicht leichter. Meins ist mir zum Teil geschmolzen, als ich es zum Trocknen vor einem Motel aufgehangen habe und nicht gemerkt habe, dass ich es vor den Auslass der Heizung gehangen habe. Ein Footprint lässt sich auch gut als Schild nutzen, um einen Hitch zu bekommen, wenn man mit einem Filzstift „Hiker to town“ und „Hiker to trail“ darauf schreibt.
Sitzkissen Thermarest Z Seat 59 g
Um wandern zu gehen, braucht man auch nicht zwingend ein Sitzkissen. Ich habe es allerdings viel genutzt und mich gefreut, dass ich es dabei hatte.
Kleidung 1.068 g
Packsack Sea to Summit Ultra-Sil Drysack 4l 28 g
Die Packsäcke von Sea to Summit sind okay, wenn man sie preislich und gewichtsmäßig mit der DCF-Konkurrenz vergleicht. Die Wasserdichtigkeit kann nicht ganz mithalten, war für mich nicht schlimm war, da ich ab den Sierras einen Pack Liner verwendet habe. Der Verschluss ist abgegangen bei einem sack. Ich habe den Dry-Bag für meine Kleidung dann später durch den Pumpsack meiner neuen Isomatte ersetzt.
Daunenjacke Mountain Hardwear Ghost Whisperer UL Hoody 185 g
Ich mag diese Daunenjacke sehr. Sie hat eine Daunenfüllung mit 1000 cuin und hält dadurch sehr warm bei einem Gewicht von nur 185 g. Meine hat nun über 5.000 km runter und hält noch warm. Sie hat nur ein Loch bekommen, als ich an einem Ast hängen geblieben bin obwohl ich viel aufpasse. Der Klassiker ist mir nicht passiert: Glutfunken am Lagerfeuer. Wir haben nie Lagerfeuer gemacht, aber so holen sich die meisten anderen Hiker Löcher in die Daunenjacken. Es gibt so kleine Sticker für die Daunenjacken mit denen man kleine Löcher reparieren kann – diese sind sehr praktisch. Beim nächsten Mal würde ich die Daunenjacke und die Regenjacke ohne Kapuze nehmen und das Gewicht sparen und dann eine Fleece-Mütze mitnehmen.
Regenjacke Berghaus MTN Guide Hyper LT 146 g
Ich bin nicht unzufrieden. „Wasserdicht“ ist die Jacke während unserer PCT-Wanderung definitiv nicht gewesen, ich habe fairerweise aber auch noch keine wasserdichte Regenjacke auf dem PCT gesehen, die so wenig wiegt. Vermutlich hätte es auch geholfen, die Jacke während der Wanderung zu reinigen und neu zu imprägnieren. Die MTN Guide besteht zu 100 % aus Polyamid mit einer Polyurethan-Membran und einem Polyamid-Backer was zu einem 6D-Doppel-Ripstop-Material zusammengesetzt wird. Von „wasserdicht“ spricht man bei einer Wassersäule von 1.300 mm oder mehr. Die MTN Guide wird mit einer Wassersäule von 12.000 mm und einer Atmungsaktivität von 60000 (g/m2/24hrs) angegeben.
Abperleffekt
Wenn der Abperleffekt von Regenjacken nicht mehr gegeben ist, dann ist die Jacke auch nicht mehr wasserdicht. Bei starkem Regen wurde ich aber in jedem Fall nass. Bei einer Wanderung auf dem PCT ist es nicht zu vermeiden, dass die Jacke schnell dreckig wird. Ich denke, dass das der Grund ist, warum ich nass geworden bin. Der Schmutz stört den Abperleffekt und die Jacken sind nicht mehr wasserdicht. In Wanderungen zuvor habe ich Einweg-Ponchos genutzt, die keinen Regen durchlassen, dafür aber auch schnell kaputt gehen und man darunter sehr stark schwitzt. Zudem hat es mich bei den Ponchos gestört, dass das Material so laut knistert und man nichts anderes mehr hört als das Plastik. Daher war der Wechsel auf diese Regenjacke für mich eine Verbesserung, auch wenn ich 80 g mehr Gewicht mit mir trage. Auf unserer PCT-Wanderung hat es höchstens 5 Mal wirklich geregnet in 172 Tagen und dann bin ich nass geworden. Ansonsten hat es meist nur kurz genieselt und dafür hat die Jacke dann gereicht. Unverzichtbar war sie daher als Windbreaker und Schutz bei leichtem regen. Die Jacke fällt sehr klein aus. Ich bin 176 cm groß und brauche die Jacke in XL und habe sonst in Oberteilen meist Größe M. In der Größe XL wiegt die Jacke 146 g (nachgewogen).
Kopfnetz YLX Moskito Kopfnetz Mesh 16 g
Das Kopfnetz war insbesondere in der Mückenplage von Oregon unverzichtbar in meinen Augen. Meins reißt etwas auf und ich muss es nähen.
Windhose gramxpert Wind pants 10d ripstop 34 g
Die Windhose ist bei mir aufgerissen und ich habe sie dann weggeworfen. Mein Fehler war, dass ich sie in einer kleinen Größe bestellt habe, um Gewicht zu sparen. Allerdings reißt das Material (10D Ripstop) relativ schnell. Wenn man die Hose größer bestellt, dann spannt sie wohlmöglich weniger wenn man sich hinhockt und reißt dann hoffentlich nicht mehr. Das Problem hatten auch andere Hiker mit Windhosen von anderen Herstellern, die ihre Windhose nicht in einer Größe hatten, die eigentlich zu groß aussieht. Ich habe mir dann die Frogtoggs Hose von Walmart gekauft (124g). Diese ist dann beim Glissaden auch komplett zerschlissen.
Handtuch Cocoon Ultralight size s microfiber towel 39 g
Das Handtuch habe ich kaum benutzt. Die wenigen Male an denen ich mich nach einer Dusche damit abgetrocknet habe, hätte ich auch an der Luft trocknen können und wenn ich das Zelt von innen damit abgetrocknet habe, ist es auch nie wirklich trocken geworden. Das Zelt wird nur wirklich trocken, wenn man es aufhängt.
Fleece Aldi 210 g
Mein Fleece von Aldi ist über 20 Jahre alt. Es hielt mich warm. Ich habe an den Innenseiten viel Material weggeschnitten und trotzdem ist es noch mehr als 3x so schwer im Vergleich zu modernen Alternativen aus Alpha Fleece.
Schlafhose Icebreaker Merino 175 Everyday Thermo-Leggings Herren 133 g
Diese Icebreaker Leggins hielt mich wirklich warm in kalten Nächten in der Sierra Nevada. Sie ist mir leicht aufgerissen, als ich sie zu hastig anziehen wollte. Sehr gutes Produkt.
Schlafshirt Patagonia Men’s Capilene® Cool Trail Shirt 123 g
Eines meiner Lieblingsteile. Dieses T-Shirt war perfekt. Es war eigentlich gedacht nur darin zu schlafen. Dafür war es perfekt. Dann habe ich es irgendwann auch tagsüber getragen, nachdem ich gemerkt habe, dass es viel angenehmer ist, als die für mich ungünstig geschnittenen Sun Hoodys. Es fühlt sich leicht und kühl an und ist überhaupt nicht kaputt gegangen 10/10 Punkten.
Schlafmaske Lufthansa 4 g
Ich habe die Schlafmaske nicht einmal eine ganze Nacht durch getragen. Es hätte bestimmt geholfen, wenn ich mich daran gewöhnt hätte, Ich mag aber den leichten druck auf den Augen nicht. Wem das nichts ausmacht, sollte bei einem Thru-Hike definitiv eine Schlafmaske mitnehmen, da einem alles hilft, was dafür sorgt ein bisschen mehr zu schlafen. Für 4 g lohnt es sich in meinen Augen definitiv.
Extra-Socken Falke Ru4 39 g
Ich habe nach 5 Tagen so schlimme Blasen gekommen, dass wir 2 Tage vom Trail runter mussten. Ich bin dann in andere Socken und Schuhe gewechselt. Ob es an den Falke Socken lag oder an den Schuhen (Hoka Speedgoat) oder an der Kombination von beiden, kann ich nicht sagen. Für mich persönlich wurde es langsam besser mit anderen Socken und anderen Schuhen (Altra Experience Wild 1). Ich bin erst auf Lorpen T3 Trail Running Eco gewechselt. Dadurch sind meine schlimmsten Blasen an den Fersen weggegangen. Dann hatte ich aber noch Blasen zwischen den Zehen. Daher bin ich dann auf Zehensocken umgestiegen und zwar erstmal auf Ultra Run Mini-Crew von Injini. Dann hatte ich keine blasen mehr, aber mir waren die Socken zu dick. Dann bin ich auf Injinji Men’s Liner + Hiker Crew umgestiegen. Das war mir zu warm, sodass ich dann nur noch den liner socken getragen habe. Der war mir zu dünn und ohne Halt. Den Außensocken habe ich dann als gemütlichen Camp-Socken genutzt. In Nordkalifornien habe ich dann mit dem Injinji Run Lightweight (ein paar lang also „Crew“ und ein paar kurz also (No-Show) in der Ausführung aus Merino-Wolle) Socken gefunden mit denen ich dann keine Probleme mehr hatte, außer, dass die Version aus Merino-Wolle nach 14 Tagen auseinander fällt. Auf den Trail Days habe ich noch ein Paar Farm to Feet „American Trail“ geschenkt bekommen. Das sind keine Zehensocken. Ich habe den Socken einen Tag die Woche eingesträut und hatte keine Probleme.
Handschuhe North Face Etip 46 g
Ich habe einen davon leider verloren. Ansonsten bin ich mit den Handschuhen vom Preis-Leistungsverhältnis her sehr zufrieden. Die Nähte gehen irgendwann auf. Das war jetzt schon mein drittes Paar von dem Handschuh.
Wasserdichte Handschuhe OR Helium Rain Mitts 21 g
Ich habe mir vor den Sierras diese wasserdichten Handschuhe in Kennedy Meadows gekauft, weil ich Angst hatte im Schnee die ganze Zeit kalte und nasse Hände zu haben. Die Handschuhe haben mir geholfen. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass sie wasserdicht genug sind (Nylon 30D Ripstop). Ich bin ein wenig zwiegespalten. Vermutlich gibt es auch hier das Thema mit dem Dreck und dem dann nicht mehr vorhandenen Abperleffekt.
Massageball Amazon plastik nicht kork 14 g
Ich hatte mal einen Massageball aus Kork, der aber dann kaputt ging. Dieser hier aus Plastik geht nicht kaputt. Ich bereue nur, dass ich ihn nicht mehr genutzt habe.
Mütze Arcteryx Rho Leichte Wollmütze 30 g
Sehr gute Mütze. Habe sie aber leider verloren. Dann habe ich festgestellt, dass ich keine Mütze brauche, da ich an meinem Sun Hoody, an meiner Daunenjacke und an meiner Regenjacke Kapuzen habe.
Essen & Trinken 471 g
Wasser-Filter Katadyn BeFree 35 g
Squeeze-Bag Katadyn BeFree 0,6 l Bag 24 g
Irgendwann hatte ich einen sehr schlechten Durchfluss, der auch durch Reinigen nicht viel besser wurde, sodass ich einmal den gleichen neu gekauft habe. Beim zweiten waren dann irgendwann sehr viele Löcher in dem squeeze bag, dass ich dann umgestiegen bin auf sawyer Squeeze.
Wasserbag 3l 42 mm vecto cnoc 96 g
Ist an den verklebten stellen am hals aufgegangen. Der Support von Vecto hat nicht reagiert. Ich habe die Blase dann irgendwann weggeschmissen und auch keine mehr gekauft, nachdem ich festgestellt habe, dass ich mit 2l Kapazität aus meinen Wasserflaschen und 1l Kapazität – also mit insgesamt 3l – auskam. In der Wüste hatten wir die 3l Blase wohlgemerkt noch und haben sie dort auch gebraucht, da es dort einzelne längere Water Carries gibt.
Topf Toaks, Titanium Light 650ml pot 60 g
Der Topf hat nun über 6.500 km runter. Es ist ein tolles Teil Ausrüstung. Mir ist er schon öfter angebrannt und verbogen. Durch die vielen Errinnerungen habe ich eine emotionale Bindung zu ihm aufgebaut. Nutze nur noch um Wasser zum Kochen zu bringen für Ramen/Kartoffelpürree/gefriergetrocknete Hikermalzeiten und um Kaffee zu trinken. Alle „Koch“-Versuche scheitern kläglich, weil alles anbrennt.
Topfhülle Toaks 650 12 g
Fällt nun langsam auseinander.
Topfdeckel Stück Alufolie 1 g
Hat in meinen Augen einen ähnlichen Effekt, ist aber mit nur 1 g deutlich leichter als der original Deckel aus Titan.
Kocher MSR Pocket Rocket 2 74 g
Das Gewinde ist nach 430 km auf dem PCT in Big Bear kaputt gegangen. Er hatte vorher schon 2.000 km runter. Der Kocher kostet ca. 50 €. Ich habe dann den gleichen wieder gekauft, der dann bis zum ende gehalten hat, also dann nochmal ca. 4.000 km. Ich bin zufrieden.
Feuerzeug BIC Mini 12 g
Ich habe das erste nach 290 km verloren und dann das gleiche nochmal gekauft. Das Gas hat dann bis zum Ende also nochmal ca. 4.000 km gehalten. Wir rauchen aber auch nicht und haben das Feuerzeug daher also nur genutzt um den Kocher anzumachen.
Löffel Sea to Summit long handled titanium spoon 11 g
Ich hatte jeden Tag Angst meinen Löffel zu verlieren. Aber ich habe ihn behalten und bin zufrieden. Das unbehandelte Titan fühlt sich aber im Mund nicht so gut an, weil es etwas rau ist. Er hat nun auch 6,5 Tsd. km runter.
Taschenmesser Victorinox Classic SD 20 g
Ich bin zufrieden mit dem Taschenmesser. Ich habe mich damit leider geschnitten und wir mussten ins Krankenhaus in Tehachapi fahren. Dort wurde ich mit 4 Stichen genäht. Das Schlimmste an der Sache war, dass ich im Anschluss 10 Tage lang Antibiotika nehmen musste. Die Nebenwirkungen davon werden einige kennen. Daher: Aufpassen mit dem Messer!
1 l Plastikflaschen 2 Stk. = 90 g
Nehme am liebsten die mit dem großem 42 mm Hals. Ab Nordkalifornien brauchte ich eine Flasche mit dem kleinem hals wegen meines Umstieges auf den Sawyer-Squeeze-Filter. So konnte ich eine Flasche zum Filtern verwenden.
Foodbag LiteAF Flat Bottom Bear Bag Dyneema 36 g
Ich habe ich mir diesen Foodbag für die Wanderung neu bestellt. Er hat mich 65 Euro gekostet, aber ich bin zufrieden. Er hat gut gehalten, ist leicht mit 36 g und hat eine gute Größe. Für Essen für 6 Tage könnte er vielleicht etwas größer sein, aber das verleitet dann auch wieder dazu mehr Essen zu kaufen, das man nicht unbedingt braucht aber dann trotzdem trägt. Der Foodbag ist auch gut geeignet, um das Essen im Baum aufzuhängen aus Schutz vor Bären. Dann braucht man aber auch eine extra Leine.
Elektronik & Diverse 974 g
Packsack Sea to Summit Ultra-Sil Drysack 2l 22 g
Für den Zweck hat der Sack für mich gut funktioniert. Wenn man einen Packliner nutzt, dann braucht man eigentlich keinen Dry-Bag. Für die Elektronik einen zusätzlichen Schutz gegen Feuchtigkeit zu haben, hat mich aber beruhigt und war daher seine 22g wert.
Portmoinee Zipbag mit 4 Karten von outoorline.sk 23 g
Ich bin zufrieden. In der Vergangenheit habe ich als Portmonee kleine Plasticktütchen verwendet, die dann aber schnell verschleißen. So habe ich für ein paar Gramm mehr eine nachhaltigere Alternative.
Kopfhörer Apple Airpods 3. Generation 45 g
Es war schön, dass Meine Freundin und ich beide Airpods dabei hatten, um gemeinsam Hörbücher zu hören, über die man dann im Anschluss gemeinsam sprechen kann. Es ist aber leider im Endeffekt ein weiteres Gerät, das Akku verbraucht.
Stirnlampe Nitecore NU25 34 g
Ich bin sehr zufrieden mit der NU25. Ich habe noch die alte Version und die Batterie hält gefühlt unendlich lang. Das originale dicke Gummiband habe ich durch ein dünnes ersetzt um Gewicht zu sparen. Ursprünglich wollte ich die Lampe ganz ohne Band nutzen und sie nur in meine Mütze oder Kappe stecken. Das hat aber nicht so gut funktioniert. Mein Eindruck ist, dass die alte Generation besser ist als die Neue, die meine Freundin Lea hat.
mini USB Kabel beats 7 g
Lightning-Kabel apple 21 g
USB-C- Kabel fuji 43 g
Netzteil Anker IQ3 27W 72 g
US Adapter 11 g
Powerbank Nitecore NB10000 Gen II 152 g
Ich bin zufrieden mit der Powerbank. Wir haben für jeden eine neue Powerbank für den PCT bestellt. Sie funktionierte besser mit meinem iphone 13 als mit Leas iphone 16 pro, was an der Akkukapazität liegen könnte. (Akkukapazität iphone 13 3227 mah und iPhone 16 pro 3582 mah)
Smartphonehülle 10 g geschätzt, kaputt gegangen
Smartphone Apple iPhone 13 184 g
Das iPhone 13 hat gut funktioniert. Die Kamera des iPhone 16 pro ist aber um Längen besser. Da ich sehr gerne Fotos mache und jeden Tag einen vlog produziert habe, hätte ich mir die bessere Kamera gewünscht.
mikrophone ulanzi 77 g
Ich wollte die Mikrophone für meine täglichen Vlogs und für einen wöchentlichen Podcast nutzen. Zu dem Podcast sind wir aus Zeitgründen gar nicht gekommen. Für die Vlogs habe ich den Ton irgendwann direkt mit dem Handy aufgenommen, da dies unkomplizierter war und ich nur einen sehr geringen Unterschied in der Tonqualität gemerkt habe.
Reisepass & Permits im ziplog 66 g
Es geht leider nicht ohne. Den Reisepass (52g) hätte man theoretisch auch einem TA des Vertrauens zur Verwahrung geben können. Dazu hatte ich aber nicht genug Vertrauen.
Repair Kits Isomatte thermarest 11 g
Stativ JOBY GorillaPod® Mobile Mini 38 g
Das Stativ sollte für den Podcast genutzt werden zu dem wir nie gekommen sind. Daher ist das Stativ irgendwann in der Bounce Box gelandet. Es ist das leichteste das ich finden konnte.
Drohne hover air x one mit ziplog 137 g
Es hat Spaß gemacht mit der Drohne zu filmen. Insbesonder der Follow-Me Modus war perfekt für Aufnahmen von uns beim Wandern. Leider ist sie nach der Hälfte kaputt gegangen und in der Bounce Box gelandet.
Hygiene 260 g
Hygienebag Toppits Zipper 1l 7 g
Zahncremekonzentrat Ajona 25 ml 20 g
Zahnbürste Holz mit Kappe 9 g
Allergietabletten Cetirizin 3 g
Lip Balm Eucerin 11 g
Schmerztabletten Ibuprofen 600 4 Stk. a 1 g = 4 g
Schmerztabletten Aspirin 1 g
Zahnseide Oral b super floss 20 g
Zahnseide Oral b essential floss 11 g
Gehörschutz Uvex 1 g
Leukotape 98 g
Travel Bidet Amazon 19 g
Desinfektionsmittel Hartmann 35 ml 34 g
Hygienebag Toppits Zipper 1l 7 g
Trowel Dirtsaw Deuce #2 15 g
Das Leukotape ist unentbehrlich gewesen, um unsere Blasen zu behandeln. Wir brauchten leider auch so viel, dass es nicht gereicht hat ein Stück Leukotape um das Feuerzeug oder den Wanderstock zu wickeln. Wir mussten immer eine ganze Rolle mittragen, die dann auch Recht schwer ist.
Ich kann allen empfehlen ein Travel Bidet zu verwenden. Ich war froh, kein Toilettenpapier tragen zu müssen, welches man dann ja auch benutzt mit sich bis zum nächsten Mülleimer herumtragen muss, was manchmal 6 Tage gedauert hat. Außerdem wird man mit dem Bidet sauberer.
Summe Baseweight Wüste: 5.744 gramm
Ich hatte mir vor der Wanderung ein geringeres Baseweight ausgerechnet. Es sind dann aber noch einzelne Dinge vor Ort dazugekommen, die das Gewicht nach oben getrieben haben. Die Aufstellung umfasst mein tatsächliches Baseweight für die Wüste.
In der Sierra Nevada sind noch weitere Teile dazugekommen, die ich hier wie folgt aufliste:
Eispickel C.A.M.P. Corsa – Eispickel 60 cm mit Band 311 g
Zu der Zeit als ich in die Sierras gegangen bin (Mitte Mai) und dort auch Mt. Whitney bestiegen habe, wäre es ohne Eispickel nicht möglich gewesen.
Wichtig ist, 1.) die Eisaxt auch tatsächlich einzusetzen und 2.) ein Band dranzumachen, das das eigene Körpergewicht im Fall auffangen könnte.
Grödel kahtoola Microspikes mit sack gr. L 383 g
Wir hätten unsere Wanderung nicht ohne Microspikes machen können. Auf San Jacinto und in der Sierra Nevada waren sie unentbehrlich. Es gibt auf dem PCT weitere Stellen auf denen sie je nach Jahreszeit nützlich gewesen wären.
Bearcanister BearVault BV500-Journey 11,5 l 1134 g (nicht nachgewogen)
Ist in den Sierras Pflicht, beim nächsten mal würde ich eine kleinere Größe wählen. Wir haben unsere von Outside Jay geliehen. Wenn du dich in Kennedy Meadows mit ihm anfreundest, leit er ihn dir umsonst, und du kannst ihm den Canister nach den Sierras in Soda Springs in einen Schrank stellen. (Er hat aber nur die großen Bear Canister.) Game Changer!
Satellitengerät garmin inreach mini 2 mit Karabiner 112 g
Das Garmin ist von Lea und sie hat es auch die meiste Zeit getragen. Ich habe es nur in den Sierras getragen, weil sie in der Zeit nicht gewandert ist. Im Notfall hätte ich damit Hilfe rufen können, auch dann wenn es keinen Handyempfang gibt (was in den Sierras die ganze Zeit der Fall ist). Es war auch praktisch für uns zur Kommunikation ohne Handyempfang und um das Wetter abzurufen. Die neune Iphones haben auch Satellitenempfang mit dem man einen Notruf absetzen kann, in den USA haben T-Mobile-Nutzer mit iPhone bereits jetzt schon Zugriff auf Starlink-Satelliten. In Zukunft soll in die Richtung noch mehr kommen, sodass, das Handy bald alle wichtigen Funktionen eines Garmins erfüllt und man sich das Gewicht sparen kann. Einzelne Amerikaner mit T-Mobile und neuen iPhones haben aus dem Grund dieses Jahr schon auf Satellitengeräte verzichtet.
Pack Liner Heavy Duty Contractor Bag (->schwerer dicker Müllsack) 114 g
Habe ich ab den Sierras eingeführt, weil mein Rucksack nicht wasserdicht ist. Das ginge aber leichter z.B. mit dem Pack Liner von Tidy Gear (33g) oder einem wasserdichten Rucksack.
Summe Baseweight Sierras 7798 g
Am Körper
Sonnenbrille amazon 34 g
Ich fand die Brille sehr gut – auch zum Radfahren. Leider habe ich sie verloren, sie ist vermutlich aus dem Rucksack gefallen, als ich gehitcht bin.
Kappe TN 42 g
Ich habe eine TrailNation-Kappe bedrucken lassen. Leider habe ich auch diese verloren. Ich würde gerne wieder eine neue TrailNation Kappe designen.
Sun Hoody TrailNation Sun Hoody „The Trail Provides“ Prototyp 151 g
Ich habe diesen Sun Hoody mit Lea gemeinsam entworfen und produzieren lassen, weil wir sehr gerne eigene Sun Hoodys kreieren möchten. Bei diesem ersten Prototypen war die Passform für mich nicht optimal, weil der Sun Hoody insgeasmt zu eng geschnitten war. Das Material war zu dick und nicht atmungsaktiv genug. Das Design ist sehr gut bei anderen Hikern angekommen.
Kurze Hose Nike Challenger Shorts Men’s 115 g
Hat sehr lange auch schon vor dem PCT gut funktioniert. Dan fing das Innennetz an sich aufzulösen, sodass es an den Beinen innen die Haut aufgeschürft hat. Die ganze hose war irgendwann ausgeleiert. Sie hatte aber auch schon vor dem PCT ca. 3.000 km auf Wanderungen und Joggingrunden gut gedient. Gerne würde ich auch selbst eine Wanderhose herstellen.
Socken Falke Ru4 39 g
Ich habe nach 5 Tagen so schlimme Blasen gekommen, dass wir 2 Tage vom Trail runter mussten. Ich bin dann in andere Socken und Schuhe gewechselt. Ob es an den Falke Socken lag oder an den Schuhen (Hoka Speedgoat) oder an der Kombination von beiden, kann ich nicht sagen. Für mich persönlich wurde es langsam besser mit anderen Socken und anderen Schuhen (Altra Experience Wild 1). Ich bin erst auf Lorpen T3 Trail Running Eco gewechselt. Dadurch sind meine schlimmsten Blasen an den Fersen weggegangen. Dann hatte ich aber noch Blasen zwischen den Zehen. Daher bin ich dann auf Zehensocken umgestiegen und zwar erstmal auf Ultra Run Mini-Crew von Injini. Dann hatte ich keine blasen mehr, aber mir waren die Socken zu dick. Dann bin ich auf Injinji Men’s Liner + Hiker Crew umgestiegen. Das war mir zu warm, sodass ich dann nur noch den liner socken getragen habe. Der war mir zu dünn und ohne Halt. Den Außensocken habe ich dann als gemütlichen Camp-Socken genutzt. In Nordkalifornien habe ich dann mit dem Injinji Run Lightweight (ein paar lang also „Crew“ und ein paar kurz also (No-Show) in der Ausführung aus Merino-Wolle) Socken gefunden mit denen ich dann keine Probleme mehr hatte, außer, dass die Version aus Merino-Wolle nach 14 Tagen auseinander fällt. Auf den Trail Days habe ich noch ein Paar Farm to Feet „American Trail“ geschenkt bekommen. Das sind keine Zehensocken. Ich habe den Socken einen Tag die Woche eingesträut und hatte keine Probleme.
Ambanduhr Timex Expedition Indiglo 49 gramm
Wir haben uns diese Uhren extra für den PCT gekauft, weil ich gerne eine gesonderte Uhr nur fürs Wandern haben wollte, die einfach und robust. Außerdem sollte es eine analoge Uhr sein, weil ich möglichst wenig auf irgendwelche Bildschirme /digitale Anzeigen schauen wollte. Zudem wollte ich sie als Erinnerungsstück an den PCT haben. Daher sollte es ein amerikanisches Fabrikat sein. Im Nachhinein möchte ich auf die Rückseite noch eine PCT-Gravur machen lassen
Änderungen am Setup
Grundsätzlich fand ich mein Setup für meinen Erfahrungsstand vor unserer Wanderung als jemand der noch nie einen Thru-Hike von über 4.000 km gemacht hat und für das was ich machen wollte rückblickend in Ordnung. Wenn ich dieses „Anfänger-Setup“ als Ganzes bestehen lassen würde (mit „schwerem“ 2-Personen-Zelt und dem vollen Komfort) und nur einzelne Dinge noch nachjustiere, würde ich die folgenden Dinge verändern:
Weglassen:
Notfalldecke 62
Kissen Sea to Summit Aeros Ultralight 61
Mikrophone ulanzi 77
Stativ JOBY GorillaPod® Mobile Mini 38
Ersparnis: 238 g
Ersetzen
Fleece Aldi 210 1 210 durch zB. Senchi Design Alpha 60 Fleece 99g
Packsack Sea to Summit Ultra-Sil Drysack 4l durch Thermarest Pumpsack 50 g
Ersparnis: 90 g
Gesamtersparnis: 328 g
Meine Lieblingsgear – 3 Dinge, die sich am meisten bewährt haben
Lieblingsteile
Schlafsack/Quilt Thermarest Vesper 20 F 639 g
Das Quilt hält noch warm aber leider habe ich ein Loch reingetreten, sodass es einiges an Federn verloren hat. Ich bin ein Fan von diesem Teil, und generell von Quilts wegen der Gewichtsersparnis und, weil ich die Unterseite vom Schlafsack überhaupt nicht vermisse. Man sollte aber unbedingt die mitgelieferten Gummischnüre dabeihaben, die das Quilt an der Isomatte befestigen, weil sonst nicht genug Isolation geschaffen wird und die angegebenen 20 Grad Fahrenheit bzw. -6,6 Grad Celsius nicht gewährleistet werden!
Dass ein Loch reingekommen ist, ist meine Schuld. Ultraleichte Ausrüstung kann einfach nicht so strapazierfähig sein, wie schwere Ausrüstung.
Schlafshirt Patagonia Men’s Capilene® Cool Trail Shirt 123 g
Eines meiner Lieblingsteile. Dieses T-Shirt war perfekt. Es war eigentlich gedacht nur darin zu schlafen. Dafür war es perfekt. Dann habe ich es irgendwann auch tagsüber getragen, nachdem ich gemerkt habe, dass es viel angenehmer ist, als die für mich ungünstig geschnittenen Sun Hoodys. Es fühlt sich leicht und kühl an und ist überhaupt nicht kaputt gegangen 10/10 Punkten.
Foodbag LiteAF Flat Bottom Bear Bag Dyneema 36 g
Ich habe ich mir diesen Foodbag für die Wanderung neu bestellt. Er hat mich 65 Euro gekostet, aber ich bin zufrieden. Er hat gut gehalten, ist leicht mit 36 g und hat eine gute Größe. Für Essen für 6 Tage könnte er vielleicht etwas größer sein, aber das verleitet dann auch wieder dazu mehr Essen zu kaufen, das man nicht unbedingt braucht aber dann trotzdem trägt. Der Foodbag ist auch gut geeignet, um das Essen im Baum aufzuhängen aus Schutz vor Bären. Dann braucht man aber auch eine extra Leine.
Neue Ausrüstung für die Zukunft:
Ich konnte sie einmal ausprobieren und war erstaunt. So entspannt kann das Aufpumpen der Isomatte sein! Auf dem PCT verbreiten sie sich gerade wie ein Lauffeuer: Elektrische Pumpen. Zb. die Zero Pump von Flextail wiegt nur 34 g und schafft mit einer Akkuladung 25 Füllungen von meiner Isomatte. [LINK]
Tipps für deine eigene PCT-Packliste
Wenn du beim Wandern Ideen hast, wie du deine Ausrüstung verbessern möchtest, dann würde ich diese sofort irgendwo aufschreiben. Andernfalls vergisst man diese, weil man nach Hause kommt und sich dann erstmal mit andern Dingen beschäftigen muss und dann ist man gedanklich nicht mehr mit den gleichen Problemen konfrontiert und versteht nicht mehr wie groß der Unterschied für einen ist, wenn man beim nächsten Mal diese eine Sache anders gemacht hätte.
Ich empfehle daher dann auch die Packliste regelmäßig anzupassen, wenn man von einer Wanderung nach Hause kommt.
PCT-Packliste: Setup- und Logistik-Empfehlung
Wenn ich den PCT nochmal machen würde, würde ich persönlich es wie folgt machen (jeder wird andere Vorlieben oder Einschränkungen haben):
Ich würde ein „kaltes Setup“ und ein „warmes Setup“ aufstellen.
- „Kaltes Setup“ für Wüste, Sierra Nevada und Washington: Schlafsack mit ca. -7 Grad Celsius Limitbewertung, Isomatte mit R-Wert ca. 4,5; Daunenjacke mit 850 – 1000 cuin, Regenjacke/Windbreaker als Außenlage, kein Fleece, wasserdichte Handschuhe, Wind-/Regenhose, lange Unterhose aus Merinowolle [im Grunde so wie meine Sierra-Nevada-Packliste]
- „Warmes Setup“ für Nordkalifornien und Oregon: Schlafsack mit ca. +5 Grad Celsius Limitbewertung; dünnere leichte Isomatte, wenn keine Rückenprobleme; keine Daunenjacke, Regenjacke/Windbreaker als Außenlage, Fleece, keine wasserdichten Handschuhe, keine lange Unterhose, keine Wind-/Regenhose
Dann würde ich mir mit dem kalten Setup in Campo starten. Vorher würde ich mir die Eisaxt und die Grödel von San Diego zum Paradise Valley Café (mile 151.9) und die Dinge die ich für das warme Setup brauche zu einem Trail Angel, der z.B in South Lake Tahoe (mile 1090.8) wohnt, schicken. Wenn ich San Jacinto hinter mich gebracht habe, würde ich von Cabazon oder Banning (mile 209.5) Grödel und Eisaxt nach Kennedy Meadows South (mile 702.2) schicken. In Kennedy Meadows North angekommen (mile 1016.9), würde ich von dort die Eisaxt und Grödel ans Ende – also z.B. nach Seattle – wenn man von dort nach Hause fliegt – schicken. Wenn ich in South Lake Tahoe (mile 1090.8) ankäme würde ich von dort das kalte Setup nach Cascade Locks (mile 2146.7) schicken und in Cascade Locks dann das warme Setup nach Seattle für den Rückflug schicken.
Dadurch könnte man sich auf dem Abschnitt South Lake Tahoe bis Cascade Locks – also auf 1.700 km – 1 bis 2 Kilogramm sparen. Wenn man auf einen Rahmenlosen Rucksack umsteigt, sogar noch einmal ca. ein halbes Kilogramm.
Wir sind auf unserem Thru-Hike ab Mitte März Northbound (Nobo) also von Süden nach Norden gewandert. Wenn man zu einem anderen Zeitpunkt startet oder Sobo unterwegs ist, müsste dieser Plan entsprechend angepasst werden.
Bonus: Video
Fernwander-Tipps, Packlisten & Trail-Insights
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Ich hoffe, dass du ein paar gute Anregungen aus meiner Packliste mitnehmen konntest. Wenn du gerade mit dem Fernwandern anfängst, ist man vermutlich etwas erschlagen von den ganzen Informationen und Besonderheiten auf die man sich einlassen muss. Grundsätzlich würde ich sagen, es ist wichtiger, dass du raus gehst und Erfahrungen sammelst, als, dass du eine Ausrüstung von unter 5 kg hast. Die wird mit der Zeit kommen, wenn du mit Freude dabei bleibst. Wichtig wäre, dass die Ausrüstung nicht allzu schwer ist, damit du dich nicht erschlagen fühlst und/oder dich wohlmöglich noch verletzt.
Bei Fragen, kannst du dich sehr gerne bei mir melden.
Happy Trails!
Lucas „Luke Spikewalker“