GR221-Länge | 4 Main Bullets:
- Länge der Hauptroute: 143 km
- Länge mit längster Variante: 150 km
- Zuwege: 105 km
- Tagesetappen: 11
Der GR221, auch als „Ruta de Pedra en Sec“ (Trockenmauerweg) bekannt, gehört zu den schönsten Wanderwegen Mallorcas. Aber wie lang ist der GR221 wirklich?
In diesem Beitrag erfährst du alles Wissenswerte zur GR221-Länge, den Etappen und Varianten des Weges.
Die Gesamtlänge des GR221
Die GR221-Länge beträgt auf der Hauptroute etwa 143 Kilometer. Doch der Weg bietet viele Varianten und Alternativrouten. Hierdurch kann die Gesamtlänge je nach gewählter Route bis zu 150 Kilometer erreichen. Zusätzlich gibt es etwa 105 Kilometer an Zuwegen, die dir noch mehr Flexibilität für deine Wanderung bieten. Auf diesen kannst du in zusätzliche Ortschaften absteigen und im Anschluss zurück auf den Hauptweg gehen.
Etappen des GR221 – Länge und Herausforderungen
Der GR221 ist in zehn Etappen unterteilt, die unterschiedlich lang und anspruchsvoll sind. Hier ist eine Übersicht der Etappen mit der jeweiligen GR221-Länge:
Etappe 1: Port d’Andratx – Sant Elm | 8km
Die erste Etappe startet an der Uferpromenade Avinguda de Gabriel Roca i Garcias. Ein sanfter Anstieg führt dich oberhalb des Comellar de Cala d’Egos und der gleichnamigen Bucht zu einem Sattel. Von dort geht es weiter über den Rücken des Pas Vermell und hinunter zum Coll de sa Barrera. Pfeile zeigen dir den Weg zur Festung Castillo de Sant Elm.
Etappe 2: Sant Elm – Ses Fontanelles | 13 km
Du folgst einem Schotterweg, passierst einen kleinen Wald und erreichst das Haus Can Tomevi. Der Weg führt bergauf zu einem großartigen Aussichtspunkt – das malerische Tal und die Ruinen des Klosters La Trapa sind beeindruckend, und auch eine Aussichtsplattform lädt zum Verweilen ein. Weiter geht es über einen Pfad zum nächsten Highlight, dem Mirador d’en Josep Sastre. Über den Pass Ses Pedrisses gelangst du schließlich zur Finca Ses Fontanelles, wo sich die einzige Unterkunft auf dieser Etappe befindet.
Etappe 3: Ses Fontanelles – Estellencs | 13km
Du wanderst durch einen Nadelwald hinauf zum Pas Gran. Nachdem du ein Geröllfeld überquert hast, wird der Weg angenehmer und führt dich zum Mola de s’Escalop. Vorbei an der Finca Ses Alquerioles geht es weiter hinauf zu einem Felsen am Pass Pas d’en Ponça. Anschließend erwartet dich ein weiterer steiler Anstieg zum Fuße des Mola de s’Escalop. Nach ein paar Metern bergab erreichst du den Puig de Galatzó, auch bekannt als das „Matterhorn Mallorcas“. Von hier geht es in Serpentinen bergab, bis du schließlich über eine alte Küstenstraße nach Estellencs gelangst.
Etappe 4: Estellencs – Esporles | 14 km
Der asphaltierte Weg geht bald in einen Pfad über, der dich in Richtung der Finca Son Serralta de Dalt führt. Hier lohnt es sich, eine Pause einzulegen und den Panoramablick auf die Küste zu genießen, bevor du dem Camí Real weiter in ein Waldstück folgst. An einer Kreuzung hast du die Möglichkeit, den Weg abzukürzen und schnell nach Esporles zu gelangen. Die linke Abzweigung führt dich vorbei an der Finca hinunter in das malerische Banyalbufar. Von dort wanderst du entlang des Camí de Correu hinauf zum Coll de Pi. Nach der Bogenbrücke Pont de Sa Turbina erreichst du bald Esporles.
Etappe 5: Esporles – Valldemossa | 9km
Du verlässt die Ortschaft beim Placeta des Pla und folgst dem Weg zur Finca Son Cabaspre hinauf zum Moleta de Son Cabaspre. Durch einen Steineichenwald, wo dir Steinmännchen den Weg zeigen, gelangst du zur Hochebene Pla de s’Aljub. Von dort geht es steil hinab zum Coll de Sant Jordi, bevor du wieder aufsteigst zu einem Punkt mit beeindruckendem Blick auf die Küste und die Bucht von Palma. Nach einem weiteren Abstieg erreichst du schließlich Valldemossa.
Etappe 6: Valldemossa – Deìa | 13 km
Die sechste Etappe führt dich aus Valldemossa heraus – zunächst geht es bergauf, dann wieder bergab. Du erreichst die Finca Son Moragues und wanderst durch einen Steineichenwald, wo es sich lohnt, eine Pause einzulegen und die stille Umgebung zu genießen. Nach dem Durchqueren eines Plateaus steigst du weiter hinauf und wirst mit einem traumhaften Panoramablick belohnt. Der Weg führt dich über den Gipfel des Puig Gros auf 938 Metern Höhe und dann hinunter zum Pla de ses Aritges. Du wanderst unterhalb des Puig Caragolí entlang, steigst durch einen Wald hinab und gelangst links zu einer Felswand, die es zu überwinden gilt. Der romantische Wald mündet schließlich in Olivenhaine – und schon bist du kurz vor Deià.
Etappe 7: Deìa – Sóller | 17km
Ein gut beschilderter Weg führt dich hinunter ins Tal des Torrent Major und anschließend wieder hinauf zu einem Punkt mit toller Aussicht auf die Küste. Du folgst dem Camí de Castello und steigst über Stufen in einen Kiefernwald und durch Olivenhaine. An dieser Stelle hast du die Möglichkeit, den Weg abzukürzen, aber die schönere Variante führt dich zum Refugi Muleta am Cap Gros und weiter entlang der Finca Muleta Gran, bis du wieder einen Wald erreichst. Auf diesem Abschnitt wird dir der schöne Blick auf dein Ziel stets begleiten – über eine schmale Straße gelangst du schließlich nach Sóller.
Etappe 8: Sóller – Tossal Verds | 17km
Du lässt Sóller und das Dorf Biniaraix hinter dir und wanderst auf dem historischen Pilgerweg Camí des Barranc, der dich steil durch das Tal des Torrent de Biniaraix zum Coll de l’Ofre führt. Weiter geht es durch das Hochtal des Binimorat in Richtung Norden, über den Bach Binimorat und rund um den Cuber-Stausee. An dieser Stelle teilt sich der Weg in eine kürzere und eine längere Variante. Die rechte führt steil bergauf zum Coll de Sa coma des Ases, wo du mit einem Panoramablick über die Stauseen Cuber und Gorg Blau belohnt wirst. Die linke Variante ist länger und weniger steil; sie führt dich vorbei an der Quelle Font des Noguer und etwas hinab durch einen Steineichenwald zum Rifugi Tossal Verds.
Etappe 9: Tossal Verds – Lluc | 14km
Du passierst die Quelle Pou de sa Bassola und biegst rechts ab, wo du an einer weiteren Quelle, der Font des Prat, vorbeikommst. Der Anstieg zum Pass ist lang und anstrengend. Der Weg führt durch einen Steineichenwald und führt dich hinter der Font de Ses Tosses d’en Gallina wieder aus dem Wald hinaus. Unterhalb des Gipfels des Puig de Massanella mit seinen 1.365 Metern marschierst du zum Pass Coll des Prat, und der Blick zurück auf Puig Major und Puig de Massanella ist einfach traumhaft. Nach einem steilen Abstieg zum Coll des Telègraf geht es wieder bergauf zum Coll d’en Galileu, und gleich danach geht es wieder hinunter über die Voltes d’en Galileu. Du wanderst durch ein Waldgebiet und erreichst bald das Kloster Lluc.
Etappe 10: Lluc – Pollença | 18km
Die zehnte Etappe ist auch die letzte und erstreckt sich über einige anspruchsvolle Kilometer. Du passierst die Mühle von Lluc und wanderst am Refugi de Son Amer vorbei. An der Font de s’Ermita biegst du links ab. Durch einen weiteren Steineichenwald gelangst du zum Coll de sa Font und durchqueren ein felsiges Gebiet auf deinem Weg zum Torrent de Bibifaldó. Du folgst dem historischen Camí Vell de Lluc a Pollença bis zum Fuß des Puig Tomir und erreichst die Quelle Font de Muntanya sowie das Tal Vall d’en Marc. Parallel zur Ma-10 Straße führt der GR 221 schließlich zum Refugi del Pont Romà in Pollença.
Etappe 11: Pollença – Port de Pollença | 7km
Am letzten Tag startest du vom Refugi Pont Romà und überquerst die Römerbrücke, bevor du den Torrent de San Jordi in Richtung Hafen überquerst. Der GR 221 endet an der Touristeninformation im Yachthafen Port de Pollença. Diese letzte Etappe führt also Aktivreisende von der Küste zur Küste, und ein Tag in Pollença ist auf jeden Fall lohnenswert.
Die Etappen variieren in der Länge zwischen kurzen Abschnitten von 7 Kilometern und anspruchsvollen Tagestouren von bis zu 19 Kilometern. Insgesamt ergibt sich eine GR221-Länge von etwa 138 Kilometern. Diese lässt sich bei der Nutzung der Alternativrouten auf bis zu 150 Kilometer erweitern.
Der GR221 in ständiger Entwicklung
Seit seiner Planung im Jahr 2000 wird der GR 221 stetig weiterentwickelt. 2023 waren die meisten Abschnitte bereits markiert, aber einige Teilstücke sind noch nicht final festgelegt, da sie über Privatland führen. Dies beeinflusst jedoch nicht die GR 221-Länge auf der Hauptstrecke. Die vorhandenen Wegweiser, Schilder und Informationstafeln erleichtern Wandernden die Orientierung.
Fazit: Was macht die GR221 Länge so besonders?
Die GR 221-Länge macht diesen Fernwanderweg zu einer idealen Herausforderung für erfahrene Wandernde, bietet aber auch kürzere Etappen für Tageswanderungen. Mit einer Länge von 138 bis 150 Kilometern führt der GR 221 durch das Herz der Serra de Tramuntana. Hier zeigt er dir die unberührte Natur Mallorcas auf die bestmögliche Art und Weise. Die 10 Tagesetappen – die gut trainierte Wandernde auch in 7 Tagen oder weniger schaffen können, machen den Weg zu einer Option für Wanderbegeisterte die einen Fernwanderweg im Urlaub bewandern möchten. Happy Trail!
Tipps für deine Wanderung:
Plane genug Zeit für die unterschiedlichen Etappen ein, da die GR 221 Länge je nach Abschnitt sehr variieren kann
Achte auf die aktuellen Wegmarkierungen, da der Weg stetig weiter ausgebaut wird. An einigen Stellen habe ich keine Wegmarkierungen mehr finden können. Daher ist es wichtig die Route zusätzlich auf dem Handy dabei zu haben. Den GPS-Download findest du hier: LINK
Zusätzlich schadet es nicht Kartenmaterial in Papierform dabei zu haben, da auch Handy und Powerbank ausfallen können.
Berücksichtige die zahlreichen Varianten und Zuwege, die dir zusätzliche Möglichkeiten bieten, die Landschaft und weitere Ortschaften zu erkunden.
Abonniere TrailNation und bleib informiert über Thru-Hiking, Fernwandern und Ultraleichtwandern! Erhalte die neuesten Tipps, Inspiration und spannende Einblicke und begleite uns nächstes Jahr live auf dem Pacific Crest Trail – direkt in deinem Postfach.
Melde dich jederzeit schnell und unkompliziert mit einem Klick wieder ab!
Fogende Artikel könnten dich auch interessieren:
Die besten Tipps für Ultraleicht-Trekking Anfänger
Schlafsäcke Ultraleicht: Der Ultimative Ratgeber 2024
Wann ist die beste Zeit, um den GR 221 auf Mallorca zu wandern? Ein Guide für alle Jahreszeiten